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Vorwort
1. Einleitung
2. Einführendes Beispiel
3. Wahrscheinlichkeitsverteilungen
4. Monte Carlo Simulation
5. Prämienkalkulation für überspartliche Versicherungsprodukte
Abkürzungsverzeichnis
Register/ Stichworte
Bevor wir im nächsten Kapitel die Methoden der quantitativen
Risikoanalyse aus dem
Blickwinkel der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik
beleuchten, beschreiben wir in
diesem Kapitel einen anderen Weg. Anhand eines einfachen Beispiels verfolgen
wir die
natürliche – aber wenig bekannte – Entwicklung von
einem klassischen Modell über die
Betrachtung von „what-if“-Szenarien bis
hin zur quantitativen Risikoanalyse mittels
Monte Carlo Simulation. Dabei haben wir bewußt nicht auf ein Beispiel
aus der
Versicherungsindustrie zurückgegriffen, da solche
Modelle in der Regel zu komplex
sind, um die grundlegenden Konzepte zu erläutern.
Das Modell, das uns durch dieses Kapitel begleiten
wird, stammt aus einem
Produktionsunternehmen. Ein neues Produkt soll entwickelt, getestet
und in den Markt
eingeführt werden. Um die Rentabilität dieser
Produktentwicklung zu beurteilen und
damit auch eine eventuelle Fehlinvestition bereits frühzeitig zu
verhindern, wird das
folgende Modell benutzt.

Da wir in diesem Kapitel primär die Grundlagen der quantitativen
Risikoanalyse
darstellen wollen, haben wir das Modell stark vereinfacht.
In praktischen Situationen
wird man sicherlich noch weitere Aspekte in einem solchen Modell
abbilden.
Die reinen Entwicklungskosten des Produktes (für Forschung &
Entwicklung) werden
also auf Mio. € 1,5 geschätzt. Weiterhin wird angenommen,
daß die tatsächlichen
Herstellungskosten bei Mio. € 3,5 liegen. Gemeinsam mit den Testkosten
und
Aufwänden für das Produktmarketing ergeben sich somit Gesamtkosten
in Höhe von
Mio. € 10,25. Auf der anderen Seite wird bei einem erwarteten Absatz
von 500.000
Stück und einem Stückpreis von € 21 mit einem Umsatz
von Mio. € 10,5 gerechnet. Mit
diesen Annahmen zu Kosten und Umsatz ergibt sich ein Gewinn in Höhe
von €
250.000. Folgt man also den Aussagen dieses Modells,
so wird man die
Produktentwicklung befürworten. [...]