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Copyright © 2008 by RISKMIND® |
Rating: Gesamt-Rating: 8 von 10; Umsetzbarkeit: 10 von 10; Innovationsgrad: 7 von 10; Stil: 8 von 10 Empfehlung: Wahrscheinlichkeitsrechnung - allein das Wort
ist für viele Menschen abschreckend. Die Materie ist komplex und
die Lehrbücher strotzen vor kniffligen Formeln und Fachchinesisch.
Doch in der Versicherungsbranche kommt man um die Abschätzung
von Chancen und Risiken bei der Prämienkalkulation nicht herum.
Wie beim Roulette spielt der Zufall dabei eine grosse Rolle. Mit
Hilfe der Monte-Carlo-Simulation lässt sich errechnen, wie hoch
die Wahrscheinlichkeit für ein bestimmtes Ergebnis ist. Die Autoren
dieses Buches nehmen den Leser an die Hand und führen ihn durch
eine Reihe von Beispielrechnungen. Schritt für Schritt enthüllen
sie das Mysterium der quantitativen Risikoanalyse mit Hilfe von
Excel-Tabellen und Grafiken. Die Lektüre ist zwar kein Spaziergang,
trotzdem kommt der Leser schnell zum Aha-Erlebnis, ohne sich das
Gehirn allzu sehr zu verrenken. www.getAbstract.com
empfiehlt dieses Buch allen Versicherungsanalytikern und -maklern,
die Risikoanalysen erstellen müssen, sowie Managern, die solche
Analysen verstehen und interpretieren müssen. Auch mancher Statistik-Student
wünscht sich sicher ein derart anschauliches Lehrbuch.
Quelle: Zeitschrift für die gesamte Versicherungswissenschaft - www.zverswiss.de Das
vorliegende Werk gibt eine Einführung in die quantitative Risikoanalyse
mittels Monte Carlo Simulation, die auch dem mathematisch wenig versierten
Leser zugänglich ist und ihn zu eigenständiger Beschäftigung mit diesem
wichtigen Instrument zur Risikoeinschätzung in der
Versicherungswirtschaft befähigt. Insofern ist es nicht nur für alle
diejenigen Praktiker in der Assekurranz von Interesse, die Risikoanalysen
als Entscheidungsgrundlage erarbeiten, sondern auch für Entscheidungsträger,
die diese Risikoanalysen in Unternehmensentscheidungen umsetzen. Den didaktischen Kern des Buches bildet eine Fülle von Beispielen, die im EXCEL-Spreadsheet-Format aufbereitet und – teilweise – mit Crystal Ball (einem EXCEL-Add-In) als Simulations-Software bearbeitet wurde. Äußerst hilfreich ist, dass die im Buch verwendeten Daten und Beispiele auch im Internet als Download zur Verfügung stehen (www.riskmind.com). Der Haupttext des Buches beginnt mit einem ausführlichen Beispiel, anhand dessen der Weg von einer rein deterministischen Betrachtungsweise, über die Betrachtung von Szenarien hin zur Monte Carlo Simulation erläutert wird. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei der Gleichverteilung auf den möglichen Szenarien gewidmet. Es wird aber auch herausgearbeitet, dass für die Versicherungswirtschaft andere Verteilungsannahmen eher typisch sind. Dieser Aspekt wird im anschließenden Kapitel 3 vertieft, wobei dort die empirische Verteilungsfunktion und die Anpassung innerhalb einer parametrischen Verteilungsklasse an historische Daten im Mittelpunkt stehen. In Kapitel 4 wird, mit der Basis des kollektiven Modells der Risikotheorie, die Quotierung eines Schadenexzedenten – Rückversicherungsvertrages mit einem gegebenen Jahresselbstbehalt, erläutert. Es wird dargestellt, welche Rolle Verteilungsannahmen für die Schadenzahlen und die Schadenhöhen – also für die beiden „Zutaten“ des kollektiven Modells – spielen. Daneben gehen die Autoren in Kapitel 4 kurz auf die theoretische Grundlage der Monte Carlo Methode, das Gesetz der großen Zahl, ein. Die besondere Liebe der Autoren gilt erkennbar der Prämienkalkulation für überspartliche Versicherungsprodukte mittels der Monte Carlo Methode, der Kapitel 5 gewidmet ist. MLMY („Multiline/Multiyear“) ist hier das Stichwort, unter dem eindrucksvoll belegt wird, welche Prämienwirksamkeit ein Risikoausgleich sowohl zwischen Sparten als auch in der Zeit entfalten kann. Zwar weisen die Autoren darauf hin, dass insbesondere bei großen Industrie-Verträgen die mit den in diesem Buch beschriebenen Methoden erhaltenen Prämien nur „Prämienvorschläge“ des Versicherers sind – wie weit die in Verhandlungen erzielbare Realität davon entfernt ist, wird dezent verschwiegen. Aber das wäre wohl Stoff für ein weiteres Buch… Insgesamt ein lesenswertes Buch für alle, die in der Versicherungspraxis mit der Erstellung und Auswertung von quantitativen Risikoanalysen befaßt sind. Angesprochen fühlen sollten sich auch und vor allem Nicht-Mathematiker.
Wo liegt
eigentlich der Unterschied zwischen einer Versicherung und einem Glücksspiel?
Beim Glücksspiel soll auf der einen Seite ein guter Ertrag erzielt werden,
andererseits aber muss darauf geachtet werden, dass man im Fall einer
Pechsträhne nicht das gesamte Spielkapital verliert. Die Strategie ist im
Kern die Ruinvermeidung. Ähnlich verhält es sich bei Versicherungen, die
bestimmte Risiken gegen Prämie übernimmt. Übersteigen die fälligen
Schadensleistungen das Kapital der Versicherungsgesellschaft, so wird sie
zahlungsunfähig (= technischer Ruin). Die
Autoren wählen einen für den Leser sehr angenehmen Weg, um die Praxis
der Monte Carlo Methode zu beschreiben: Sie bauen eine Brücke von einem
einfachen ‚What-if’ Szenario zur quantitativen Risikoanalyse.
Begriffe wie Quantil, Histogramm, Größenklassenstatistik und
Verteilungsfunktion werden mit einfachen Worten und vielen Beispielen erklärt.
Mit einem Beispiel aus der Rückversicherung und weiteren Beispielen aus
anderen Wirtschaftszweigen wird der Funktionsablauf und Algorithmus für
ein Monte-Carlo-Simulationsmodell erklärt. Dem Einsteiger in das Thema Monte Carlo Simulation kann das Buch ohne Einschränkung empfohlen werden. Die Autoren verzichten auf komplexe, mathematische und theoretische Darstellungen, ohne jedoch oberflächlich zu werden. Alle im Buch dargestellten Beispiele können im Internet heruntergeladen werden und parallel zur Lektüre des Buches mit Hilfe von Microsoft EXCEL zusammen mit Crystal Ball (oder @RISK) simuliert werden. Bislang ist der Einsatz moderner Methoden zur Quantifizierung von Risiken insbesondere in der Versicherungsbranche noch nicht sehr weit verbreitet. Bleibt zu hoffen, dass die Praktiker (nicht nur) aus der Versicherungswirtschaft die Konzepte der quantitativen Risikoanalyse verstärkt nutzen.
Zur Quantifizierung von komplexen Risikosituationen wie z.B. Planung zukünftiger Geschäftsstrategien sind Simulationen das geeignete Werkzeug. Das vorliegende Buch bietet in Zusammenhang mit der propagierten Software einen leichten und direkten Zugang zur Monte Carlo Simulation. Ohne die üblichen theoretischen Hürden führt es den Leser anhand von leicht verständlichen Beispielen aus der Versicherungswirtschaft direkt in die Welt der Monte Carlo Simulation. Insbesondere diese Leichtigkeit, als auch die Verwendung der vielgenutzten Software Excel eröffnet die Möglichkeit Problemfelder durch Simulation zu quantifizieren, für die bisher der Aufwand nicht gelohnt hätte. Der Nutzen des Buch geht weit über die Beispiele aus der Versicherungswirtschaft hinaus. Nach kurzer Zeit wird der Leser feststellen, daß sein Bedarf an Simulationen sich auch auf Bereiche erstreckt, an die er vorher nie gedacht hätte.
Das Buch ist
der ideale Einstieg in die Betrachtung mathematischer Problemstellungen
aus Sicht der quantitativen Risikoanalyse. Denn im Gegensatz zu anderen
Büchern verzichten die Autoren fast vollständig auf mathematische
Formeln - ohne dadurch jedoch an Tiefe zu verlieren. So ist das Buch
sowohl für den Praktiker, als auch den mathematisch versierten Leser
empfehlenswert.
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